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Themenschwerpunkt „Flucht“ auf ARD Alpha


Im Februar sehen sie unsere Filme KEINE INSEL und WOHIN UND NICHT ZURÜCK im Rahmen eines Themenschwerpunkts auf ARD Alpha.

Themenschwerpunkt „Flucht“

Herausforderung Migration und Integration

Mehr als 60 Millionen Menschen sind weltweit auf der Flucht, die meisten streben aktuell nach Europa. Im Zentrum des Themenschwerpunkts „Flucht“ auf ARD-alpha stehen zwei Dokumentarfilme, die der Autor Fabian Eder mit der Schauspielerin Katharina Stemberger produziert hat. Darin zeigt er, wie die Bürger auf Malta, Lampedusa und Sizilien mit den Flüchtlingsströmen am Mittelmeer umgehen und wie das von österreichischen Künstlern mitbegründete „Integrationshaus“ in Wien Integration im Alltag betreibt. Nach diesem Vorbild plant die Initiative „Bellevue di Monaco“ ein ähnliches Projekt in München.

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Freitag, 12. Februar 2016, 21.00 Uhr

Keine Insel

Dokumentarfilm von Fabian Eder (Österreich, 2014)
Am 3. Oktober 2013 ertrinken 366 Flüchtlinge wenige Meter vor der Küste der
EU, und bis heute erreichen immer wieder überfüllte Flüchtlingsboote die Gewässer um Malta, Lampedusa und Sizilien. Im Dezember 2013 macht sich der Filmemacher Fabian Eder mit einem kleinen Team per Boot auf den Weg ins winterlich aufgewühlte Mittelmeer. Sein feuilletonistisch angelegter Dokumentarfilm widmet sich den Einheimischen auf den Mittelmeerinseln, die täglich mit den Ankömmlingen und ihren Schicksalen konfrontiert sind und bei denen sich die Probleme der europäischen Flüchtlingspolitik direkt auswirken. Lichtblicke entdeckt der Filmemacher auf seiner Reise ausgerechnet dort, wo man eigentlich die größte Verunsicherung vermuten würde: Am Beispiel ihrer kleinen Insel Lampedusa erklärt die Bürgermeisterin Giusi Nicolini ausführlich Chancen und Möglichkeiten aktiv gestalteter Migrationspolitik.

Freitag, 12. Februar 2016, 21.50 Uhr
Welt in Bewegung: Festung Europa
Dokumentation von Ulrich Langguth (Deutschland, 2015)
2015 kamen laut Schätzungen zwischen 1,1 und 1,3 Millionen Flüchtlinge allein nach Deutschland, was Bevölkerung, Behörden und Politik vor größte Herausforderungen stellt. Forderungen nach mehr Kontrollen und Grenzsicherungen wie etwa in Ungarn und Slowenien werden täglich lauter. Ist eine „Festung Europa“ denkbar und sinnvoll? Können Zäune das Flüchtlingsproblem lösen? Der 30-minütige Dokumentarfilm analysiert Ursachen, Probleme und Chancen von Zuwanderung, sucht nach Lösungen und geht der Frage nach, wieso Europa trotz vielfacher Warnungen nicht besser auf die Krise vorbereitet war. Zu Wort kommen unter anderen der Migrationsforscher und Politikberater Klaus Bade und der Ökonom und Arbeitsmarktforscher Herbert Brücker.

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Freitag, 19. Februar 2016, 21.00 Uhr

Wohin und nicht zurück

Dokumentarfilm von Fabian Eder (Österreich, 2015)
Mit Willi Resetarits, Elisabeth Orth, Alfred Dorfer, Peter Resetarits, Julya Rabinowich u.a.
Während die Staats- und Regierungschefs nach Lösungen für die Flüchtlingskrise suchen, ist der Bevölkerung weitgehend klar: Die Menschen, die nach Europa kommen, werden bleiben. Das „Integrationshaus“ in Wien besteht seit 20 Jahren und zeigt beispielhaft, wie aktiv gestaltete Integrationsarbeit funktionieren kann. Willi Resetarits, Sänger, Mitbegründer und Aushängeschild, spricht in dem 50-minütigen Dokumentarfilm unter anderem über 20 Jahre Integrationserfahrung, Ängste in der Bevölkerung und die Rolle Europas. Außerdem zeigt die Doku anhand von Mitarbeitern, Hausbewohnern und unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen: Integration ist zu schaffen – wenn wir wollen.

Freitag, 19. Februar 2016, 21.50 Uhr
Welt in Bewegung: Sans Papiers – heimatlos und illegal
Dokumentation von Lorenz Kloska (Deutschland, 2015)
Die Problematik von staatsrechtlicher Illegalität ist angesichts des Flüchtlingsstroms nach Deutschland aktueller denn je. Der Film beleuchtet die Situation bei der Registrierung der Schutzsuchenden und geht der Frage nach, wie Illegalität entsteht und wozu sie führt. Historiker Dr. Michael Schubert von der Universität Paderborn nennt Beispiele aus der langen Geschichte der Illegalisierung in Europa und verweist auf den Nutzen, den der Staat aus der Illegalität bestimmter Gruppen ziehen kann. Klaus Bade, Politikberater und Migrationsforscher, schildert Migrationsursachen, die eng mit dem ökonomischen Handeln Europas in den Herkunftsländern verknüpft sind. Steven Vertovec, Leiter des Max Planck Instituts für multiethnische und multikulturelle Gesellschaften, differenziert unser Bild vom Islam und prognostiziert, dass die Zahl der Menschen, die sich illegal bei uns aufhält, noch wächst. Birgit Poppert vom Bayerischen Flüchtlingsrat veranschaulicht, was Leben in der Illegalität bedeutet.

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